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Rezension: Das Ministerium der Zeit - Kaliane Bradley

Vielen Dank für das Bloggerportal Randomhouse für das Rezensionsexemplar! Klappentext: Als eine junge Frau einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium antritt, ahnt sie nicht, dass dieser schwüle Sommer ihr Leben für immer verändern wird. Denn das Ministerium der Zeit hat das geschafft, was niemand jemals für möglich hielt: Menschen durch die Zeit zu transportieren. Und so soll sie dem eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore das Ankommen im lärmenden London des 21. Jahrhunderts erleichtern. Während er sich an mit den Wundern der Moderne wie Toilettenspülungen und Spotify vertraut macht, muss sie ihn damit konfrontieren, dass sich die Welt nicht unbedingt nur zum Guten gewandelt hat. Und als sei nicht alles ohnehin kompliziert genug, entwickelt sich aus dem anfänglichen Unbehagen weit mehr als nur eine tiefe Freundschaft. Doch das Ministerium hat seine ganz eigenen Pläne mit dem Zeitreisenden und plötzlich verschieben sich heute, morgen und gestern, un...

Rezension: The Tenant - Freida McFadden

 Book summary:  Blake Porter is riding high, until he's not. Fired abruptly from his job as a VP of marketing and unable to make his mortgage payments on his new brownstone, he's desperate to make ends meet for his fiancee, Krista. Enter: Whitney. Beautiful,  charming,  down-to-earth, and looking for a room to rent, she's exactly what Blake's looking for. Or is she? Because something isn't quite right. The neighbors start treating Blake differently. The smell of decay permeates the kitchen, no matter how hard he scrubs. And Whitney claims she knows what he's done. Soon it's obvious that danger lives right at home. And by the time Blake realizes it, it'll be far too late. He'll be dead before he realizes the trap is set... Verlag (englische Ausgabe): Sourcebooks Inc. Seitenanzahl: 368 Meine Bewertung:  1/5  Rezension:  Um es in den Worten von Sabrina Carpenter zu sagen: "Oh boy...". Dieses Buch war leider gar nichts für mich. Auch wenn man v...

Hobbies: Konsum? Social Media am Rande der Shoppingsucht

Scrollt man durch Social-Media Plattformen wie TikTok oder Instagram, findet man vor allem Eines viel: Konsum. Trends wie "Lauft nicht, rennt!", "Hauls" oder "Go Shopping With Me" boomen auf Social Media und viele Influencer wirken wie lebende Werbetafeln. Und don't get me wrong - Shopping macht Spaß, absolut, aber es füllt einen auch mit innerer Leere, wenn man es sinnlos tut. Kennt ihr das Gefühl, durch einen Supermarkt zu gehen, und von all den Möglichkeiten, etwas zu kaufen, überfordert zu sein? Bei dm, obwohl man eigentlich nur eine Sache gebraucht hat, immer wieder durch die gleichen Gänge zu stöbern, um zu schauen, was man den noch "brauchen" könnte? Bei Langeweile mehrere Online-Warenkörbe zu füllen, ewig durch die Möglichkeiten und neusten Trends zu scrollen? Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut und es hat mich bereits zur Verzweiflung gebracht.  Mit 14 habe ich mein erstes Smartphone bekommen, ein paar Monate später einen Instagram Ac...

Rezension: Great Big Beautiful Life - Emily Henry

Inhaltsangabe:  Eine Schriftstellerin. Ein Schriftsteller. Und  nur eine Chance, die Geschichte ihres Lebens zu schreiben . Alice Scott ist eine unverbesserliche Optimistin und träumt davon, eines Tages den Durchbruch als Autorin zu schaffen. Hayden Anderson ist Pulitzer-Preis-Gewinner und eine menschliche Gewitterwolke. Auf dem malerischen Little Crescent Island hoffen beide, die legendäre Margaret Ives – Tochter einer der skandalumwittertsten Familien des 20. Jahrhunderts – zu finden und ihre Biografie zu schreiben. Überraschend lädt die alte Dame beide zu einem Probemonat ein, an dessen Ende sie entscheiden wird, wer ihre Lebensgeschichte zu Papier bringen darf. Schnell wird klar, dass sie jedem von ihnen nur Bruchstücke ihres bewegten Lebens preisgibt. Da beide eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben haben, dürfen sie sich nicht untereinander austauschen – aber es gibt da noch ein größeres Problem: dieses gänzlich unpassende Verlangen, das zwischen ihnen tost, jedes...

Rezension: Wild wuchern - Katharina Köller

Vielen Dank an das Bloggerportal Random House für das kostenfreie Rezensionsexemplar! »Ich war dort, wo man mich hingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere.« Klappentext:  Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg. Meine Bewertung: 4,5 / 5  "Wild wuchern...

Rezension: The Virgin Suicides - Jeffrey Eugenides

TW: Suizid, Selbstverletzung, Tod, Misogynie  The Virgin Suicides (dt.: Die Selbstmord-Schwestern, Rowohlt Verlag) vom amerikanischen Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides erzählt in reichhaltiger und bildlicher Sprache die Geschichte, oder, besser gesagt, den Mythos der fünf Lisbon-Schwestern, die alle innerhalb eines Jahres Selbstmord begehen. Die Schwestern werden als bildschön beschrieben - und unantastbar, da ihre streng katholische Mutter sie von allen Gefahren abschirmt, und so auch vom Kontakt mit dem männlichen Geschlecht. Diese Unerreichbarkeit macht die Mädchen in der amerikanischen Kleinstadt zu Mythen und Objekten des Interesses der gesamten Stadt, doch ganz besonders der (jungen) Männer der Stadt. Dieser spannungsreiche Roman erhielt nicht umsonst einen Sonderstatus des "modernen Klassikers" in der englischsprachigen Literatur; macht doch bereits die Erzählperspektive das Buch einzigartig. Die Geschichte wird aus der "Wir"-Perspektive beschrieben; das...

Rezension: Jane Eyre - Charlotte Bronte

TW: toxische Beziehungen, Rassismus Mit Jane Eyre (Penguin Verlag)   hat Charlotte Bronte schon früh ein feministisches Meisterwerk erschaffen - der Klassiker hat nur wenig an Aktualität verloren und behandelt viele wichtige Themen wie die weibliche Selbstbestimmung, die prekäre Arbeitssituation vieler Frauen im viktorianischen Zeitalter und den ewigen Kampf zwischen Ratio und Liebe. Jane Eyre ist als (fiktionale) Autobiographie konzipiert, die Bronte damals noch unter dem Namen Currer Bell veröffentlichte; vermutlich, um sich die Kredibilität bei den hauptsächlichen männlichen Lesern einzuholen, die Interesse an der mysteriösen Rolle der Gouvernante hegten. Heute wird das Werk vielmals  als Liebesroman eingeordnet; ich möchte es hier eher als Coming of Age Roman betrachten. Jane Eyre  wächst bei ihrer Tante auf, die ihr kaum Liebe und Aufmerksamkeit schenkt - ein klassisches böse-Stiefmutter Motiv. Durch Streits mit ihrem Cousin und den Cousinen wird Jane schließlic...