Rezension: Great Big Beautiful Life - Emily Henry
Inhaltsangabe:
Eine Schriftstellerin. Ein Schriftsteller. Und nur eine Chance, die Geschichte ihres Lebens zu schreiben.
Alice Scott ist eine unverbesserliche Optimistin und träumt davon, eines Tages den Durchbruch als Autorin zu schaffen. Hayden Anderson ist Pulitzer-Preis-Gewinner und eine menschliche Gewitterwolke. Auf dem malerischen Little Crescent Island hoffen beide, die legendäre Margaret Ives – Tochter einer der skandalumwittertsten Familien des 20. Jahrhunderts – zu finden und ihre Biografie zu schreiben. Überraschend lädt die alte Dame beide zu einem Probemonat ein, an dessen Ende sie entscheiden wird, wer ihre Lebensgeschichte zu Papier bringen darf. Schnell wird klar, dass sie jedem von ihnen nur Bruchstücke ihres bewegten Lebens preisgibt. Da beide eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben haben, dürfen sie sich nicht untereinander austauschen – aber es gibt da noch ein größeres Problem: dieses gänzlich unpassende Verlangen, das zwischen ihnen tost, jedes Mal, wenn Alice und Hayden einander begegnen ...
Verlag: Penguin (Englische Originalversion), Droemer Knaur (Deutsche Übersetzung)
Seitenanzahl: 464
Genre: Romance, Literatur, Mystery
Meine Bewertung: 4,5/5
Rezension:
Emily Henry gilt als eine der erfolgreichsten Romance-Autorinnen im englischsprachigen Raum und feierte bereits große Erfolge mit Werken wie Funny Story oder Book Lovers. Da pure Romance-Bücher meist nicht wirklich mein Fall sind, und ich Romance eher als Side Plot bevorzuge, sprach mich das neue Buch von Emily Henry direkt an. Die Inhaltsangabe verspricht eine Story in Story á la The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid - eine spannende Lebensgeschichte der fiktiven Berühmtheit Margaret Ives, gepaart mit einer Love Story zwischen der Protagonistin Alice Scott und ihrem Konkurrenten Hayden Anderson. Die Inhaltsangabe wirkte also vielversprechend; genau wie die zahlreichen 5-Sterne-Rezensionen, die direkt nach dem Erscheinen des Werkes überall auf Social Media und Buchplattformen wie Goodreads oder fable zu finden waren. Doch nach ein paar Wochen las ich auch immer mehr negative Rezensionen. Festzuhalten ist: das Buch wird extrem gehyped, alle sprechen und posten über Great Big Beautiful Life - doch wird es diesem Hype gerecht?
Ich finde - ja. Great Big Beautiful Life ist das erste Buch ist, welches ich von Emily Henry lese und somit ging ich ohne große Erwartungen an das Buch heran. Als großer Taylor Jenkins Reid Fan sprach mich eben genau dieser literarische Aspekt des Lebens von Margaret Ives und die Story in Story Vorlage an. Zunächst fiel es mir recht schwer, in die Geschichte herein zu finden und ich überlegte sogar zwischendurch, es zu pausieren. Die Geschichte rund um Margaret nimmt zu Anfang nur langsam Fahrt auf und wird schleppend durch Erzählungen über ihre (Ur-)Großeltern eingeführt; dies hätte meiner Meinung nach deutlich gekürzt werden können. Aber nach spätestens 100 Seiten im Buch war ich gefesselt von der Geschichte rund um Margaret, Alice und Hayden. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Margaret Ives' Lebensgeschichte weitergeht und welcher Skandal sie zu Fall brachte. Auch die Liebesgeschichte zwischen Alice und Hayden entwickelte sich rapide (vielleicht sogar etwas zu schnell) und die Figuren, besonders Alice wurden mir immer sympathischer. Der Mystery-Aspekt des Buches hat mich definitiv dazu bewegt, immer weiterlesen zu wollen und ich hätte mir sogar eine noch detailliertere Erzählung von Margeret's Leben gewünscht, da alles am Ende recht schnell ging. Das Buch legt trotzdem einen Fokus auf den Literatur-Aspekt, während der Romance-Aspekt eher in den Hintergrund rückt bzw. sich sehr schnell, vielleicht auch etwas oberflächlich entwickelt - so durchlaufen die beiden die Phasen einer Beziehung recht schnell, was eventuell etwas unrealistisch erscheinen kann. Trotzdem war die Liebesgeschichte der beiden für mich glaubwürdig und ein netter Romance-Side-Plot. Insgesamt hätte das Buch ruhig noch einige Seiten länger sein können, um sowohl den Romance als auch den Literatur-Plot gebührend auszuformulieren. Das Ende des Romans wirkt teilweise etwas gehetzt, doch liefert zufriedenstellende Erklärungen (auch wenn Alice und Hayden's Ende für mich etwas over the top war). Ich bewerte das Buch so hoch, weil ich Emily Henry's Schreibstil liebe, und auch die Geschichte sehr genossen habe. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen, war von Margeret's Geschichte gefesselt und bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich hätte gern noch mehr über Margaret's Leben erfahren. Insgesamt ein sehr sehr gelungener Summer Read - ich werde definitiv noch mehr von der Autorin lesen!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen