TW: Suizid, Selbstverletzung, Tod, Misogynie The Virgin Suicides (dt.: Die Selbstmord-Schwestern, Rowohlt Verlag) vom amerikanischen Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides erzählt in reichhaltiger und bildlicher Sprache die Geschichte, oder, besser gesagt, den Mythos der fünf Lisbon-Schwestern, die alle innerhalb eines Jahres Selbstmord begehen. Die Schwestern werden als bildschön beschrieben - und unantastbar, da ihre streng katholische Mutter sie von allen Gefahren abschirmt, und so auch vom Kontakt mit dem männlichen Geschlecht. Diese Unerreichbarkeit macht die Mädchen in der amerikanischen Kleinstadt zu Mythen und Objekten des Interesses der gesamten Stadt, doch ganz besonders der (jungen) Männer der Stadt. Dieser spannungsreiche Roman erhielt nicht umsonst einen Sonderstatus des "modernen Klassikers" in der englischsprachigen Literatur; macht doch bereits die Erzählperspektive das Buch einzigartig. Die Geschichte wird aus der "Wir"-Perspektive beschrieben; das...
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