Rezension zu "New York zu verschenken" von Anna Pfeffer
Dieser Titel wurde mir freundlicherweise vom cbj-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Eckdaten:
Titel: New York zu verschenken
Autor: Anna Pfeffer
Verlag: cbj (cbt)
Genre: Lovestory
ISBN: 9783570173978
Preis: 14,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2017
Altersempfehlung: 13+
Inhalt:
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …
Meine Meinung...
Der Klappentext von "New York zu verschenken" hat mich sofort angesprochen, versprochen wird eine lockere und lustige Liebesgeschichte, die teilweise in New York spielen soll. Auch das Cover unterstreicht die Fröhlichkeit der Geschichte und somit habe ich mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Leider (?) hält der Roman aber meiner Meinung nach nicht, was er mit dem Klappentext verspricht. Zunächst einmal war mir nicht klar, dass es sich bei "New York zu verschenken" um einen Chat-Roman handelt, und das dieser Chat ausschließlich von zwei Personen, Anton und Liv, benutzt wird, wir in dieser Geschichte also kaum Nebencharaktere kennenlernen, und wenn dann, nur durch Erzählungen der beiden Protagonisten, was ich etwas schade fand. Zudem kann man die Protagonisten auch nur durch ihre Worte charakterisieren, nicht durch ihre Handlungen, was ich etwas schade fand, da man so das Gefühl hatte, vor allem Liv überhaupt nicht richtig kennenzulernen. Und das liegt nicht daran, dass das Ganze ein Chat-Roman ist, ein tolle Handlung kann auch nur durch Konversationen zwischen einzelnen Charakteren entstehen, siehe "Für immer vielleicht" von Cecilia Ahern (eine riesengroße Leseempfehlung an dieser Stelle :)) Auch der Handlungsbogen in "New York zu verschenken" erschien mir als nicht ganz ausgearbeitet. An sich ist die Story eine tolle Idee, doch mangelt es zwischenzeitlich sehr an Spannung, da Anton und Liv sich oft mit ihren Streitereien wiederholen und nicht wirklich vorankommen. Erst gegen Ende wird das Buch spannend, Liv und Anton beginnen, über wirklich interessante und tiefgründige Themen zu reden und es gab zum Schluss hin auch einen kleinen Plot Twist! Was mich allerdings enttäuscht hat, war, dass das Buch so gut wie gar nicht in New York speilt, anders als erwartet. Anstatt eines locker-fröhlichen Reiseromans ist "New York zu verschenken" ein eher zäher, aber zum Ende hin ein wichtiger Roman über die Strapazen der Liebe und des Lebens. Eine wichtige Aussage ist, dass auch Menschen, die komplett verschieden sind, sich lieben lernen können, wenn sie genug auf den anderen hören.
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